Wie die Liebste schon berichtete, liebe ich dieses tibetische Gericht. Inzwischen habe ich mich selbst an Momos gewagt.
Momos sind vergleichbar mit anderen gefüllten Teigtaschen wie Wan Tan, Pirogge oder auch Ravioli allerdings auf tibetische Art: ohne Hefe und Ei.
Es gibt verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten (gebraten, gekocht oder gedämpft). Ich persönlich mag die gedämpften Momos besonders gerne. Hierfür wird allerdings ein Dampfkochtopf benötigt, den ich nicht besitze. So musste ich improvisieren, und habe mir in einem Asia-Laden Bambussiebe mit Deckel besorgt. Diese habe ich übereinander auf einem Topf mit kochendem Wasser gesetzt. Das funktioniert wunderbar und war auch nicht teuer.
Das Rezept bedarf ein wenig Vorbereitung, und so sollte man etwa zwei Stunden vorher beginnen.
Füllung
- 4 Stangen Sellerie
- 1 Porree
- 2 Möhren
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Stück Ingwer
- Salz, Pfeffer, Öl und Sojasauce
Ob Fleisch, Kartoffeln oder Käse, Momos können eigentlich mit allem gefüllt werden. Ich beschreibe hier einmal eine vegetarische Füllung, die ich sehr bekömmlich finde. Diese Mischung kann auch schon einen Tag vorher vorbereitet werden und so lange im Kühlschrank geparkt werden.
Sellerie, Porree, Möhren putzen, waschen und zerkleinern. Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, und die Zwiebeln darin dünsten. Knoblauch und Ingwer dazu geben und anbraten. Mit Sojasauce ablöschen und mit Pfeffer und Salz würzen. Dann den Sellerie, Porree und Möhren dazugeben und alles ein wenig köcheln lassen.
Die Mischung abkühlen lassen.
Teig
- 500g Mehl (1050 Schrot)
- 1/4l lauwarmes Wasser
- Salz
Das Mehl, priese Salz und das lauwarme Wasser vermischen und zu einem Teig vermengen. Gut durchkneten! Der Teig sollte elastisch sein und nicht zu sehr kleben. Dann den Teig mit Mehl bestäuben und in Klarsichtfolie einwickeln und bei Zimmertemperatur ca. zwei Stunden ruhen lassen.
Den Teig nach der Ruhezeit nochmals gut durchkneten und in ca. 40 kleine Bällchen teilen.
Jedes Bällchen hauchdünn ausrollen. Wird der Teig zu dick, schmeckt man zu viel von dem Teig. Einen EL der Füllung hineingeben und die Teigtasche verschliessen und zu einem Säckchen formen. Hier gibt es sowohl eine runde als auch eine sichelförmige Variante.
Die so geformten Momos noch ein wenig mit Mehl einstäuben und in das eingefettete Dampfsieb legen.
1 1/2 l Wasser im Kochtopf zu kochen bringen und den Dampfsiebaufsatz darüber platzieren. Die Momos benötigen ca. 20 Minuten bis diese fertig sind und können dann warm serviert werden.
Eine Erdnuss- oder Süsssaure-Sauce, ggf. ein Salsadipp schmecken hervorragend dazu.
Nachtrag
Bei meinen Versuchen sind die Momos oft am Dampfsieb hängen geblieben oder auch schon mal aufgeplatzt. Ich denke das ein Bananenblatt oder ein Salatblatt als Unterlage dazu genutzt werden kann, um ein ankleben zu vermeiden.